Ich habe über sieben Jahre bei Coca-Cola gearbeitet – strategisches Marketing, Produkt-Launches für den deutschen Markt, Konzernstrukturen, die genau so funktionieren, wie man es sich vorstellt: strukturiert, ambitioniert, manchmal eng.
Nach außen war ich erfolgreich. Nach innen wusste ich: Ich spiele eine Rolle, die nicht ganz meine ist. Der Schritt, den Konzernjob zu verlassen und als Drag Queen auf Business-Bühnen zu stehen, war die radikalste Entscheidung meines Lebens – gegen jeden Rat, gegen jede Erwartung.
Heute weiß ich: Es war die richtige. Nicht, weil Drag das neue Ziel war, sondern weil die Entscheidung, sichtbar ich selbst zu sein, alles andere in meinem Leben verändert hat – meine Beziehungen, meine Arbeit, meinen Mut.